Sie gehört zu meinen monatlichen Wallfahrten: die Fahrt zur Bruder-Klaus-Feldkapelle. Ein wunderbarer Ort, von dem es sich in alle Richtungen meiner Heimat blicken lässt. Die Kölner Bucht. Das Siebengebirge. Die Eifel. Herrlich.
Sie gehört zu meinen monatlichen Wallfahrten: die Fahrt zur Bruder-Klaus-Feldkapelle. Ein wunderbarer Ort, von dem es sich in alle Richtungen meiner Heimat blicken lässt. Die Kölner Bucht. Das Siebengebirge. Die Eifel. Herrlich.
Abendessen mit dem Sandwich-Kind – kommt selten vor, diesmal in Köln.
Der Weg zur Arbeit, durch eine noch weitgehend ruhige Stadt, ist ein Traumpfad.
Das Pariser Leihradsystem ermöglicht es uns, in der begrenzten Zeit ein wenig von der Stadt zu sehen. Es regnet, durch die Stadt meandern die Teilnehmer des Paris-Marathons. Und so wird es ein Hindernisparcours durch eine grandiose Kulisse.
Wir gehen durch Paris, erleben die Vielfalt dieser Stadt – bei Regen, Sonne, Wolken. Es ist einfach schön.
Ein Besuch, südlich von Paris. Wir besuchen P in einer Klinik. Froh, ihn gut behütet anzutreffen. Wir verbringen eine intensive Zeit – im Gespräch, im Schweigen, im Zusammensein. Ein guter Besuch.
Diesen schönen Halbmarathon wiederentdeckt zu haben, verdanke ich meiner lieben Tochter. Auf der Suche nach der Fortsetzung eines gemeinsamen Laufs nach unserer Premiere in Köln stellten wir fest, dass der Königsforst-Halbmarathon die ideale Veranstaltung wäre. Zuletzt war ich dort 2015 gelaufen – ein Traum, ihn nun mit meiner Tochter gemeinsam unter die Füße zu nehmen. Doch eine Erkältung machte ihr einen Strich durch die Rechnung, und so begleitete sie mich stattdessen, um mich anzufeuern.
Start und Ziel waren an meiner alten Schule, dem Albertus-Magnus-Gymnasium. Eigentlich hatte ich keine große Neigung, mir die Schule noch einmal näher anzusehen. Doch das Wiedersehen mit der alten Aula, dem Foyer, dem Schulhof und dem Kassentrakt war viel schöner, als ich es mir vorgestellt hatte. Während ich in der alten Turnhalle meinen Beutel abgab, stellte ich mich zum Start auf und begegnete dort noch einem ehemaligen Lehrer, Jahrgang 1941, der mit Tochter und Enkeln ebenfalls am Lauf teilnahm.
Frohgemut machte ich mich um 11:30 Uhr auf den Weg: die Kaule hinunter, Schlossfeldweg, Broicher Straße, dann in den Wald hinein, über die Brüderstraße zur höchsten Erhebung der Stadt Köln, Richtung Kinderheim und anschließend im Zickzack durch den Wald Richtung Kleineichen, vorbei an der Wassertretstelle und schließlich zum krönenden Abschluss über den Bahndamm zurück.
Trotz meines untrainierten Zustands lief ich solide 5-Kilometer-Zeiten:
30:46, 32:34, 34:47, 36:26 und 7:24. Eine Gesamtzeit von 2 Stunden, 22 Minuten und 0 Sekunden. Platz 1000 unter allen Teilnehmern, 30. in meiner Altersklasse 60. insgesamt.
Übrigens: Meine 11. Teilnahme dort.
Im Ziel wartete meine liebe Tochter, die mich unterwegs ebenfalls angefeuert hatte – welch ein Glück! Nächstes Jahr klappt es bestimmt, gemeinsam zu laufen. Geparkt haben wir vor unserem alten Haus.
Kindergeburtstage werden wertvoller, je älter die Kinder werden.
Die Hefeschnecken sahen gut aus, schmeckten jedoch nicht gut.
Karnevalsbeschäftigung
Köln im Karneval beschert mir andere Wege durch die Stadt – heute an meinem Kinderzimmer vorbei.
Bonn-Beuel – ein Stadtteil wie ein Dorf. Eine Transformatorstation und ein Kaugummiautomat, Schafweiden und alte Wege. Eine Entdeckung.
Nach 15 Jahren kehrte unser Literaturtreff ins Gesindehaus zurück, da unsere beiden Stammkneipen entweder für immer geschlossen sind oder zu hippen Cafés umgebaut werden. Wir besprachen Lea Ypis Erinnerungsbuch “Frei. Erwachsenwerden am Ende der Geschichte”, in dem sie über ihr Aufwachsen in und ihre Ausreise aus Albanien berichtet.
Läden, die es bald nicht mehr geben wird – der Strukturwandel ist unaufhaltsam. Unsere Städte verändern sich. Die Plätze werden ersetzt durch Systemgastronomie, Systemgastronomie und Systemgastronomie.
Das Victoria-Carré böte die Chance, der Innenstadt Leben einzuhauchen. Doch in einem jahrzehntelangen Stellungskampf werden die noch vorhandenen Mieter mit wenig Perspektive geduldet – mitten in der Stadt eine Art Widerstandscamp, fast wie ein Hambacher Forst, direkt am Bonner Rathaus.
Eigentlich eine Schande.
Dort existiert ein altes Fahrradgeschäft. Mit nur noch einem Schrauber. Weil alle anderen keine Perspektive mehr gesehen haben.
Schade eigentlich.
Hintergrund:
Im Dezember 2023 beschloss der Bonner Stadtrat, die städtischen Flächen im Viktoriakarree unter bestimmten Bedingungen an das Land Nordrhein-Westfalen zu verkaufen. Geplant sind zusätzliche Wohnhäuser sowie das “Forum des Wissens” der Universität Bonn mit einer neuen Bibliothek auf dem Gelände des ehemaligen Viktoriabads.
Tatsächlich passiert gar nichts. Überhaupt nichts.
Wirklich bedauerlich ist, dass eine lebenswerte Umgestaltung der Städte nicht gelingt – sie scheitert an den Widerständen aller Interessensgruppen. Am wenigsten Rücksicht wird auf die schwächsten Besucher der Stadt genommen: die Fußgänger, deren Gefährdung erst beklagt wird, wenn Kraftfahrer sich gewaltsam Schneisen durch die Menschenmengen bahnen. Doch ohne das Primat von Investoren und einseitigen Interessen, die einer individuellen motorisierten Mobilität huldigt, erst dann werden die Städte zu dem, was sie sein sollten: Begegnungspunkte für ein friedliches Miteinander.
So wie in Ponte Vedra, Utrecht, Kopenhagen.
Aus einer Idee im Jahr 2006 entstand die Mundartmesse, die seit 2007 den alljährlichen festlichen Auftakt der Karnevalssitzungen des Pfarrcäcilienchors St. Barbara in Ippendorf bildet. Aus dieser Idee wurde eine Tradition, denn bereits zum 17. Mal hatte der Chor Gelegenheit, mitten in der Session einen Sonntag musikalisch zu gestalten.
Überwiegend fand dieser besondere Gottesdienst in der heimischen St.-Barbara-Kirche statt. Aufgrund von Renovierungsarbeiten musste er jedoch bereits einmal nach Heilig Geist auf den Venusberg ausweichen – und diesmal erstmalig nach St. Sebastian in Poppelsdorf.
Eine Mundartmesse fällt nicht vom Himmel: Auch wenn die Melodien über die Jahre hinweg aus Karnevalsliedern umgetextet und umgeschrieben wurden und längst zum Repertoire gehören, werden sie doch immer wieder neu einstudiert und erhalten zusätzliche Facetten. Es entsteht mehr als nur ein rheinischer Klangteppich – es ist der Inbegriff fröhlicher Spiritualität. Dies zeigt sich nicht nur in der Musik, sondern auch in den Gebets- und Dialogtexten mit der Gemeinde, die in den Idiomen der Region – Bergisch, Bönnsch, Kölsch – gesprochen werden.
Die Gläubigen erscheinen überwiegend kostümiert, sodass sich eine heitere Grundstimmung ins Gotteshaus legt. Chor, Orgel und Bläser verstärken diese Atmosphäre und machen den Gottesdienst zu einem besonderen Erlebnis.
Günther B5sseler arrangiert das Programm, gewinnt Mitwirkende aus dem Familienkreis – seinen Bruder Alfons und seinen Neffen Thomas – und spricht Musikerinnen und Musiker aus seinen zahlreichen Begegnungen in der Stadt an, um sie für das Projekt zu begeistern.
Welch ein Aufwand – auch in technischer Hinsicht! Texte werden zusammengestellt, gelayoutet, fotokopiert, gefaltet und bereitgelegt. Technik, Kabel, Beleuchtung und Notenmaterial müssen organisiert werden. All das ist keineswegs selbstverständlich, doch nur durch diesen Einsatz wird die Mundartmesse zu einem gelungenen Kunstwerk.
Umso schöner ist es, dass selbst in den festen Abläufen einer heiligen Messe am Ende Raum bleibt, um der musikalischen Begleitung zu danken. Der verdiente Schlussapplaus gilt dem Ideengeber, Inspirator, Organisten und Arrangeur in einer Person:
Günther B5sseler.
Da capo – Dem Här zo Ihre.
So stelle ich mir den Buchhandel für die Generation „…to-go“ vor, etwa auf Kreuzfahrtschiffen oder ICE-Bahnsteigen.
Den Verleger Hans Dieter Beck kenne ich seit 1990. Damals begann ich beim traditionsreichen juristischen Verlag C.H. Beck neben meinem Referendariat im Lektorat zu arbeiten. Hier wurde der Grundstein für meine weitere berufliche Laufbahn gelegt. Professionell bin ich ihm immer wieder begegnet. Um die Jahrtausendwende war ich in meiner damaligen Tätigkeit bei Heymanns an den Überlegungen zu einer gemeinsamen juristischen Datenbank beteiligt. Später übernahm ich die Leitung des Verlags RWS. In verschiedenen Gremien führten wir oft intensive Gespräche über Verlagsfragen. Ganz zum Schluss wurden die Gespräche im Zusammenhang mit dem Interesse des Verlags an unserem Haus noch ein wenig intensiver. Im August 2024 verhandelten wir persönlich in München.
Nun ist diese große Verlegerpersönlichkeit am 3. Januar 2025 friedlich verstorben. Die Nachfolge sei geregelt, und mit den verantwortlichen Personen stehe ich ebenfalls in engem Kontakt.
Für mich bleibt die Erinnerung an einen großartigen Menschen, der durch seine Bescheidenheit, seinen pflichtbewussten Auftritt und seine große Neugier bis ins hohe Alter bemerkenswerte Leistungen vollbracht hat. Er hat sicher viele Menschen, so auch mich, für die verlegerische Arbeit begeistert.
Hier ein Bild von der Buchmesse 2014, das ihn konzentriert an seinem eigenen Stand zeigt.
So unscheinbar der Kirchturm der St. Barbara Kirche in Ippendorf sein mag, man sieht ihn aus der Ferne, auch auf meinem täglichen Heimweg mit dem Rad von Köln aus. Nun wird der Dachstuhl und die Turmspitze renoviert und man hat sie mit dem Kran herunter geschafft. Das wird noch ein gutes Jahr so sein, aber dann erstrahlt die Kirche in neuem Glanz.