Montag, 2. Februar 2026

Stairway to Heaven



Im Laufe der Jahre und nicht zuletzt nach über einem Jahr Repair-Café steigen auch die Kompetenzen beim Heimwerken. Selbst Metallbearbeitung ist möglich, und so konnte unser Aufstieg zum Himmel auch wieder in Ordnung gebracht werden, sodass wir zur Sternbeobachtung nach oben steigen können. Wie schön.


Samstag, 31. Januar 2026

PCC-Karneval 2026 – 57. Sitzung




Zum siebten Mal durfte ich Sitzungspräsident beim PCC in Ippendorf sein.



Zwei Abende, sechs Stunden – und kein Abend wie der andere.

Großartige Beiträge, herrliche Musik und wieder ein neues Kapitel im örtlichen Kulturleben.




Freitag, 30. Januar 2026

Evolution



Eine Karnevalssitzung fällt nicht vom Himmel. Es bedarf vieler Talente und Überlegungen, um daraus ein Programm zu machen, das den Ortsteil bewegt. 



Wenn die Speisekarte steht, kann ich servieren. Dafür nehme ich mir einen Tag Zeit. Den Erlös spenden wir auch diesmal für die Renovierung der Kirche. Ansonsten fließt er in unsere Chorprojekte.




Sonntag, 18. Januar 2026

Dot üch freue – Mundartmesse 2026


Seit 2007 bereichert der Gottesdienst in rheinischer Mundart – kurz: die Mundartmesse – in der Karnevalszeit die liturgische Ordnung. Ins Leben gerufen wurde sie vom Organisten Günther Besseler gemeinsam mit dem Pfarrcäcilienchor St. Barbara in Ippendorf. In diesem Jahr hatte der Chor nun bereits zum zweiten Mal Gelegenheit, die alljährliche Messe in St. Sebastian vor großem Publikum zu feiern. Grund hierfür sind die laufenden Renovierungsarbeiten in St. Barbara.

Die Mundartmesse ist ein Magnet – nicht nur für viele Gläubige, sondern auch für Menschen, die der Kirche eher fernstehen und aus Neugier, vom Hörensagen geleitet, den Weg in die Kirche wagen. Und sie werden nicht enttäuscht. Bekannte karnevalistische Weisen, sorgsam in Mundart auf christliche Botschaften umgedichtet, stellen den Zusammenhang zwischen Karneval und Glauben ganz augenfällig her. Das Mitfeiern fällt leicht. Exklusive Texthefte erleichtern das Mitbeten im heimatlichen Idiom. Und wenn dann auch noch altbekannte Kirchenlieder op Bönsch erklingen, spürt man diesen besonderen Zauber, der sich nicht selten in Gänsehaut äußert.

Für einen solchen gelungenen Gottesdienst braucht es viele Zutaten: den kräftigen Chorgesang, einstudiert vom Spiritus Rector dieser Messe, Günther Besseler, die mitreißende Begleitung durch die Bläser- und Schlagzeugbesetzung, die es versteht, von der Orgelbühne aus das gesamte Kirchenschiff mitzunehmen. Dem steht die Predigt von Pfarrer Bernd Kemmerling, einem bergischen Jungen, in nichts nach. In schwierigen Zeiten setzt er mit dem Grundmotiv „Dot üch freue“ einen wohltuenden Kontrapunkt zur allgemeinen Verzagtheit. Die Predigt mündet am Schluss in das altbekannte Lied „Wenn am Himmel die Sterne tanzen“ und verbindet so Wortverkündigung und Gemeinde auf besonders berührende Weise.

Die Fürbitten, textlich angelehnt an Motive bekannter Karnevalslieder, sind ein Meisterstück aus der Feder von Kalle Krohn und gehen ebenso zu Herzen. Welch wunderbarer Auftakt zur fünften Jahreszeit: Akzente setzend, nahbar, zugewandt, und Kirche in einer sehr menschlichen Dimension zeigend. So öffnen sich am Ausgang – nicht zuletzt dank des warmherzigen Appells von Diakon Paul Kirschner – auch die Geldbörsen und bescheren dem Chor eine stattliche Spende, die es ermöglicht, die Chorarbeit im Dienst des Pfarrverbands wirksam fortzuführen.

Zum Auszug spielt die Orgel gemeinsam mit den Bläsern „Echte Fründe“. Der Strom der Gläubigen trifft sich anschließend im Vorraum der Kirche bei Kaffee und Gebäck und lässt diesen herrlichen Sonntag gemeinsam ausklingen.






Donnerstag, 15. Januar 2026

Traum




Als Sitzungspräsident schaut man sich die großen kommerziellen Karnevalsveranstaltungen natürlich mit ganz anderem Interesse an. Jahr für Jahr darf ich in den Gürzenich und zur Kostümsitzung der Großen von 1823. Der Sitzungspräsident dort ist katholischer Pfarrer und mir sehr sympathisch. Sein Programm ist im Vergleich zum Chorkarneval bei uns in Ippendorf überschaubar. Der Austausch mit ihm ist berührend. Nach der Karnevalssession haben wir uns verabredet. Seinen übersichtlichen Programmzettel nehme ich als Talisman für meine eigene Sitzung. 


Und den Blick in den Gürzenich von seinem Platz aus wollte ich auch einmal genießen. Herrlich!




Sonntag, 11. Januar 2026

Weihnachtsfrühstück



Lange nach Weihnachten freut man sich auch noch über die Geschenke. Hier ein Panettone, den uns die Eltern traditionell bestellen. Danke.


Samstag, 3. Januar 2026

Traditionsessen



Aus dem traditionellen Dampfnudelessen ist ein jährlicher Termin zur gemeinsamen Zusammenkunft der alten Nachbarschaft geworden. Diesmal trafen wir uns in Nippes unterm Dach. Herrlich.


Donnerstag, 1. Januar 2026

Die 9.



Es hat neun Jahre gedauert, nun ist die Beethovenhalle wieder auf. Neujahrskonzert, die Neunte von Beethoven unter Leitung des Generalmusikdirektors Kaftan. Höhepunkt.










Sonntag, 28. Dezember 2025

Winterfreuden



Natürlich ist offensichtlich, dass sich unser Klima verändert hat. Nach vielen milderen Wintern fällt dieser Winter jedoch nach Weihnachten umso kräftiger aus und beschert uns wunderbare Momente auf dem Annaberger Feld.


Samstag, 20. Dezember 2025

Großes Kino?



Früher war mehr Kino hier. Im „Metropol“ habe ich Titanic gesehen. Ich mochte den großen Zuschauerraum. Ganz offensichtlich ließen sich Einzelkinos in den Innenstädten jedoch nicht mehr wirtschaftlich betreiben. Vor einigen Jahren hat eine Buchhandelskette diesen Raum umgestaltet. Und tatsächlich passieren hier immer noch epische Geschichten. Man kann sie kaufen. Auch schön. Und es riecht nicht nach Popcorn. Super.


Freitag, 19. Dezember 2025

Ludwig ist‘s Wurst



Als Bonn Hauptstadt war, war der Bonner Markt die Herzkammer. Politiker ließen sich hier sehen und kamen mit dem Volk in Berührung. Heute erlebt man neben den Marktbeschickern und Marktschreiern die bunte Welt der Imbisskultur. Da darf unser großer Sohn nicht fehlen. Ist ihm aber Wurst.

Mittwoch, 17. Dezember 2025

Mehr »NEIN« sagen



In einer Welt, in der scheinbar alles geht, tut es gut, auch einmal die Pausentaste zu drücken. Nein ist besser als immer Ja. Das ist mein Lieblingsgraffito auf der Pendelstrecke.

Donnerstag, 11. Dezember 2025

Spendenfinanziert



Das Weihnachtsoratorium war mit erheblichen Kosten verbunden, die beide Chöre im Vorfeld gemeinsam getragen haben. Durch freiwillige Spenden am Ausgang wollten wir diese Belastung möglichst deutlich reduzieren. Die Wirklichkeit war erfreulich großzügig: Am Ende mussten wir nur noch einen kleinen Restbetrag im niedrigen dreistelligen Bereich ausgleichen. Das ist überwältigend – und zeigt, dass wir unser Publikum erreicht haben. Man kann also Großes wagen.


Samstag, 6. Dezember 2025

Weihnachtsoratorium



Seit September proben wir das Bach’sche Weihnachtsoratorium. Auch wenn ich seit 45 Jahren in der Advents- und Weihnachtszeit unter der Dusche mitsinge, habe ich erst jetzt wirklich ermessen, wie komplex diese Komposition ist und wie anspruchsvoll es ist, die einzelnen Stimmen und ihr Zusammenspiel zu erlernen. Umso beeindruckender ist es, wie am Ende ein 70-stimmiger Chor zusammenfindet und gemeinsam mit dem Orchester zu einer Einheit wird. Ein großartiges vorweihnachtliches Erlebnis.

Repaircafé



Dinge gehen kaputt. Und doch lassen sich die meisten elektrischen und elektronischen Geräte, wenn man sich auskennt, mit einfachen Ersatzteilen – häufig neuen Widerständen oder Kondensatoren – wieder in Gang setzen. Operationen am offenen Herzen betreffen meist Kaffeemaschinen, deren Platinen beschädigt sind und neu verdrahtet werden müssen. Das können unsere Reparateure. Und in über einem Jahr bin ich inzwischen auch mit einfachen elektrischen Arbeiten vertraut geworden und habe meine Kompetenzen spürbar erweitert – über alles hinaus, was bislang „alles rund ums Rad“ betraf. Schön, dass nicht alles neu gekauft werden muss. Und schön zu sehen, wie viel Glück in den Augen derjenigen liegt, die mit ihrem reparierten Gerät wieder nach Hause gehen.




Mittwoch, 3. Dezember 2025

Adventstee



Abgesprochen haben wir uns bei der Farbgebung nicht. Aber als Jurist muss man im grauen Alltag Akzente setzen. Tech Talk über künstliche Intelligenz, rechtliche Fragen der Neuzeit – und ein adventlicher Abendtee bei den Eltern.


Samstag, 29. November 2025

Whitevanman



Als erklärter Kraftfahrzeug-Skeptiker gehört das Fahren weißer Lieferwagen nicht zu meinen Kernkompetenzen. Ich bewege mich damit weit außerhalb meiner Komfortzone. Meine liebe Tochter hat die Grenzen meiner Fahrerlaubnis ausgelotet und das größte von mir zulässigerweise zu führende Fahrzeug ausgewählt, um ihre Übersiedlung nach Köln zu bewerkstelligen. Im Ergebnis bin ich schadlos zweimal zwischen Bonn und Köln gependelt und habe das klassische Amazon-Auslieferungsfahrzeug sicher durch enge Blechgassen gesteuert. Im Inneren gab es viel zu stapeln. Köln hat eine Einwohnerin mehr.



Freitag, 28. November 2025

Lügen des Alltags



Seit zwanzig Jahren habe ich keinen Weihnachtsmarkt mehr besucht. Aus gutem Grund: Er ist ein Anschlag auf mein Gemüt und den guten Geschmack. Nun habe ich mir wegen eines Innenstadttermins den Weg durch die Bretterbuden gebahnt, deren Waren dann bei der ersten Mülltonnenabholung nach Heiligabend dem Kreislauf wieder zugeführt werden. Diese jahreszeitlichen Veranstaltungen gehören zu den populärsten Lügen des Alltags: 

1. Weihnacht

2. Markt.


Freitag, 21. November 2025

Kammermusiksaal





Der Kammermusiksaal in Bonn gehört zu den herausgehobenen Orten Bonns. Unmittelbar am Geburtshaus Beethovens erbaut, ist die gute Aura dieses Ortes deutlich spürbar. In einer ansonsten von den Moden der Zeit grundlegend zerstörten Innenstadt ist das keine Selbstverständlichkeit. Man bekommt es hier einfach nicht mit. Wie schön, hier einer ungewöhnlichen Pianistin zuhören zu können. Entspannung pur.




Mittwoch, 19. November 2025

Kulturorte



Den einzigen Trost, den manche Tage im trüben November bereithalten, ist der Besuch einer Kölner Kulturstätte. Zwar werden diese sehr oft missgelaunt und mürrisch betrieben, bleiben aber ein Wunder an Farbigkeit und Geschmacklichkeit. Jedenfalls dann, wenn man ganz unmittelbare Bedürfnisse an einem unbeschwerten Abend befriedigen möchte: das Kölner Büdchen.