Dass wir ausgerechnet dort Unterkunft nehmen würden, wo der junge Dichter Apollinaire mit neunzehn Jahren Zeit verbrachte, bevor er von hier ohne Begleichen der Pensionsrechnung nach Paris entfloh, konnten wir nicht ahnen, als wir die Buchung vornahmen.
Ein schöner Zufall. Wir erholen uns noch ein wenig auf dem hübschen Platz des Ortes, gehen in die nahe Pfarrkirche Sankt Sebastian und bewundern in einem kunstvollen Goldschrein die Reliquien des heiligen Remaclus. Das Kloster ist seit der Säkularisierung bald eine Ruine geworden und später wieder neu entdeckt worden; seit 2002 beherbergt es verschiedene Museen, ein schönes Café und dient als Ort für Hochzeitsfeiern. Das Motorsportmuseum huldigt der nahen Strecke von Spa-Francorchamps mit einer grandiosen Sammlung von Motorrädern und Rennwagen aus allen Epochen. Wirklich bemerkenswert. Es gibt sogar eine Michel-Vaillant-Ecke.
So vergeht die Zeit, bis unsere Pension öffnet. So vielfältig. Überrascht dann noch eine Fotoausstellung des hier ansässigen Künstlers zur Jahrhundertwende zum zwanzigsten Jahrhundert.
Erkenntnis des Tages: Kurze Etappen lassen viel Raum für Kultur.