Christen fürchten auf dem folgenden Teilstück die Auseinandersetzung mit dem Teufel, andere rechnen mit Komplettversagen von Körper und Geist.
Ich war vorgewarnt, begann steten Schritts und wartete, was kommen würde. Aber erst kamen nur trostlose Verkehrskreisel, dann eine Provinzstraße, für deren ortskundige Nutzer ein wandernder Pilger wie ein Pylon rasant umfahren wurde. Endlich wurde das Stück zu einer Schotterpiste, da waren ,nur' noch 14,5 km zu bewältigen. Aber in der Tat verschwand langsam alles, was an Zivilisation erinnerte, sieht man mal von den edding-verschmierten Schildern mit Selbstvergewisserungsparolen nach Art von ,Quäl Dich, Du Sau' ab. Zeit, mein Brevier zu zücken, und kaum hatte ich die ,Non' beendet und neue Sicherheit gewonnen, rief sich der Teufel tatsächlich in Erinnerung. Ich hatte meinen geöffneten Trinkjogurth in der Hand als eine Windböe die Flasche aufheulen ließ, dass ich erschreckt innehielt. Wie anders hatte mich doch Tage zuvor die Nachtigall begleitet. Dennoch ging ich weiter, leerte den Jogurth und ab da herrschte Stille. 4 Kilometer vor dem Ziel tauchten erste Landmaschinen auf, bald ragten ein Kirchturm in die Landschaft und aus einer Senke erhob sich wie ein Wunder Calzadilla. Angekommen!




