Montag, 15. Juni 2026

Wasserbüffelsafari – Bütgenbach-Jünkerath-Ippendorf



Am Morgen erwachen wir ausgeruht in unserem Olympischen Dorf auf. Es ist nicht mehr viel Strecke bis zum Bahnhof nach Jünkerath. Und nachdem alles gepackt und die Fahrräder vorbereitet sind, gehen wir in das Restaurant und frühstücken. Ein schönes Buffet, wenig Gäste ansonsten, dafür die große Schar der Hausmeister und Greenkeeper dieser großartigen Anlage und ein munterer Mix aus Flämisch, Eifeler Platt und Französisch. Es ist nun wirklich kalt, und wir ziehen uns warm an und sind im Nu auf der Vennquerbahn. Wie dankbar bin ich, dass bis hierhin alles gut geklappt hat und wir pannenfrei unterwegs sind. 

Der Weg, eine gemähte Wiese.


Bald tauchen die weiten Räume der Eifel auf, links die Wasserbüffelherde, die man dort angesiedelt hat und in deren Kot sich zwanzigtausend Organismen heimisch fühlen, wie ich am Nachmittag zufällig im Radio höre. 

Großartige Safari ist das hier wieder, am Berg oben bald Kronenburg zu sehen. 

Wir erreichen die deutsche Grenze. Letzter Länderpunkt. 

Die Sonne blinzelt auch ein bisschen aus dem Himmel, und schließlich rollen wir nach Jünkerath, Anfangs- und Endpunkt unserer Reise. Erinnerungsfoto am Roheisenkesselwagen, passenderweise Baujahr 1966.


Dass dieser Bahnhof eine so reiche Vergangenheit und eine so immense strategische Bedeutung in den Kriegsüberlegungen des Deutschen Reichs und des Dritten Reichs hatte, sieht man dem Bahnhof leider ein wenig an. 

Schön, dass die stillgelegte Infrastruktur für friedliche Zwecke wie unsere Tour und zur Naherholung genutzt werden kann. Und noch immer fährt hier die Bahn zwischen Köln und Trier, für die die Strecke eben auch vor über hundertfünfzig Jahren gebaut worden ist.


Wir besteigen die Regionalbahn, die uns über Euskirchen bis zum Industriepark in Meckenheim bringt. Nun sind es noch dreizehn Kilometer durch vertrautes Terrain, und glücklich erreichen wir unser Ippendorf.

Wie schön, diese Tour gemeinsam unternommen zu haben, unterwegs dem Rhythmus des Moments gefolgt zu sein und Zeit und Muße gehabt zu haben, jederzeit innezuhalten. Es war schön, behütet gewesen zu sein und unterschiedliche Landschaften, Menschen und Sprachen so zwanglos zu erleben.

Fast am Ziel. Da ist schon Wickie, so vertraut. Dann daheim. 

Erkenntnis des Tages: Das Schöne liegt so nah und auch vor der Haustür.