Sonntag, 19. April 2026

Go, Jogi, Go

Mit meinem Freund J bin ich von Zeit zu Zeit zu einer Radtour verabredet. In diesem Jahr stand mir das Wahlrecht zu, und ich zögerte nicht lange: eine Fahrt an der schönsten Frittenbude im Venn, Richtung Kurort Spa.
Große Teile der Strecke lassen sich über eine alte Eisenbahntrasse bewältigen, aber zur Erinnerung an die Topographie des Hohen Venns waren ein paar Serpentinen eingestreut. Zu Fuß ging es allerdings erst einmal flach, an einem einsamen Brückenbauwerk vorbei – einem Relikt aus einer von Träumen der individuellen motorisierten Mobilität beseelten Gesellschaft –, Richtung Rurtalsperre. Dazu muss man erst einmal klettern, um schließlich von oben einen Blick auf das fjordähnliche Gewässer zu haben.
Wie gut, dass die gelben Köstlichkeiten Belgiens an einem schönen Straßenschnittpunkt aufs Feinste zubereitet als Stärkung für den letzten Teil der Strecke bereitstanden, der uns in den wunderschönen Kurort Spa führte. 


Mit wunderbarem Frühstück ausgestattet, ging es bei sonnigem Wetter am nächsten Morgen weiter in die Ardennen – und welch ein Glück: jeder Meter davon auf der alten Bahntrasse Spa–Stavelot, über eine Querverbindung zur Vennbahn und über die Venn-Querbahn bis nach Jünkerath. Der Wind blies aus allen Richtungen, also hatten wir ab und zu auch schönen Gegenwind. Die schönen Orte flogen an uns vorbei, und bald erreichten wir den Bahnhof Jünkerath.
Die Kylltalbahn und die Eifelbahn sind nach der Sommerflut 2021 nun fast wieder hergestellt und bald sogar elektrifiziert. Schnell brachte uns der Zug bis nach Rheinbach, und die letzten 18 km schafften wir dann auch noch mit dem Rad. Welch eine Inspiration, am Morgen sogar die aktive Rennstrecke Spa-Francorchamps zu passieren, wo ein Amateur-Porsche-Cup für eine grandiose Soundkulisse auf dem malerischen Kurs sorgte.​​​​​​​​​​​​​​​​