Rom hatte zu Beginn des 20. Jahrhunderts einen hohen Energiebedarf. Moderne Dieselturbinen lieferten Strom. Am Ufer des Tiber, im Stadtteil Ostiense, entstanden eindrucksvolle Anlagen. Von hier aus versorgte man große Teile der Stadt.
1967 schaltete man das Werk ab. Die Maschinen blieben. Lange wusste niemand, was mit diesen Relikten des Energiezeitalters geschehen sollte. Erst als andere Museen renoviert wurden, kam eine Idee auf. Man brachte Statuen aus der römischen Antike hierher.
Man arbeitete den Komplex behutsam auf. Zwischen die gewaltigen Maschinen stellte man Büsten, Sarkophage und andere Artefakte. Es entstand ein Spannungsfeld, das sofort fesselt.
In einem sonst wenig anziehenden Viertel ist so ein Ort für Kulturinteressierte entstanden. Wir verbrachten dort einen halben Vormittag. Es lohnte sich. Über alte Mosaiken gehen, Sarkophage betrachten, die Entwicklung der Porträtkunst verfolgen – das alles an einem Ort.
Herrlich!