Am frühen Ostermorgen noch vor der Morgensonne brach ich auf. Die Zeitumstellung bescherte mir den besonderen Moment des Sonnenaufgangs. In einer kleinen Bar am Wegrand kehrte ich nach 7 Kilometern zu Kaffee und Frühstück ein. In Villafranca dann ein zweites Mal ehe ich den moderaten Anstieg nach San Juan de Ortega unternahm, wo ich ein wunderbares altes Kloster nebst Kirche vorfand und mir bei der geöffneten Tür die Assoziation des leeren Grabes kam.
Noch einmal Einkehr und Abstieg in den Ort Atapuerca, wo die Höhle der ersten Europäer gefunden wurden. Ein letzter Anstieg und ich blickte auf Burgos, oder vielmehr sein sehr ausladendes industrielles Zentrum, das zu durchqueren eineinhalb Stunden in Anspruch nahm. Noch immer wehte ein starker Westwind und erst in die Stadt eingetaucht, wurde er erträglich. Dann stand ich vor der Kathedrale, die mir wie eine Stadt erschien. Zur Pilgermesse war ich geduscht, ehe ich in die Gassen der Stadt eintauchte und mein erstes Bier nach der Fastenzeit genoss.



