Der Heuberg ist zum Besteigen eher ein Arbeitsgipfel. Der Weg bis zur Spitze ist verwurzelt, der Berg selbst erscheint nicht sonderlich majestätisch, aber gelangt man nach oben bietet sich wie auf einem Balkon ein grandioser Ausblick auf das Inntal. Welche Freude!
Auf gewohnt schönen Wegen ging es Berg an, wir überquerten Weiden, reicht ein kleiner Hochebenen und schließlich die die Deindl- Alm. Doch vor der Rast kommt die Arbeit, also erst zum Gipfelkreuz und nach dem Abstieg Einkehr bei Wurstsalat.
Die Weidekühe stolperten agil an den Sonnenschirmen vorbei und schienen das bunte Treiben von Wanderern und Radfahrern zu genießen.
Auf der Bank vor der Mauer hätte man ewig sitzen können.
Der Rückweg führte dann schnell hinab von der Höhe, wir durchschritten ein Bachbett und erlebten die aufregende Fahrt eines Einzel – Waldarbeiters in seinem Harvester.
Es wird noch lange dauern, diese Alpenkette nur im Chiemgau zu erklettern, aber schnell wird man mit den Zacken und Gipfeln vertraut.
Aber wer weiß, wenn wir noch länger dort sitzen, nehmen wir die Physiognomie der Bewohner des hiesigen Landstrichs an und werden nicht wie Schweden beim Selbstversuch als Bayern durchzugehen, verstanden.