Freitag, 5. Juli 2019

⛅Kampenwand - »I ging so gern auf´d Kampenwand, wenn i mit meiner Wampen kannt.« Naja, hat geklappt



Wer den Kampenwandgipfel erklimmen möchte, muss sich durch den Fels zwängen. Der ist von den Abertausenden zwar glattgewetzt, aber das ist ein weiteres Hindernis zum Gipfelglück, denn auch der Schuh braucht Halt.

All das wussten wir nicht als wir von der Nordseite im Schatten an Höhe gewannen und die Buchfinken und Zilpzalps um die Wette zwitscherten. Den Sulten umrundeten wir und erreichten die Steinlingsalm, deren Sonnenschirmchen einladend aus der Ferne winkten. 





Ein tiefer Schluck aus der Feldflasche und dann Aufstieg, zunächst durch Geröll. Endlich standen wir vor nacktem Fels. Pfeile wiesen den weiteren Weg und immer wenn der einzige Weg in die Senkrechte zu weisen schien, öffnete sich ein kleiner Spalt.




Eine ausgesetzte Passage war mit Tritten und Seilen gesichert und dann noch ein paar Schritte zum Gipfelkreuz, dem größten der Bayerischen Alpen, ohne moderne Hilfsmittel 1950 auf den Berg gebracht. 





Weiter Blick auf Chiemsee, den Chiemgau, Bayern. 





Abstieg, Einkehr bei zünftiger Kost.





Über  Weiden zurück zum schattigen Wald und ungläubiger Blick zurück. 

Wieder um eine alpinistische Erfahrung reicher, banden wir unsere Schuhe auf und erinnerten uns an die Zellen, die wir im Wanderführer gelesen hatten. 

»I ging so gern auf´d Kampenwand, wenn i mit meiner Wampen kannt.« 

Naja, hat geklappt.