An dem Tag, an dem Bonn seinen Verkehrsinfarkt erlebt, den Verlust der Nordbrücke betrauert und fassungslose Verantwortliche vor den Rissen unseres Mobilitätsverhaltens stehen, fuhren wir mit der Eisenbahn in die entgegengesetzte Richtung.
Auch diese Strecke wird saniert und elektrifiziert und steht an Wochenenden nicht zur Verfügung. Wenn sie wieder vollumfänglich fährt, ist sie ein Traumabschnitt deutscher Reisekultur und verbindet Bonn mit Trier. Grund genug, bis tief in die Eifel zu fahren und von dort auf stillgelegten Eisenbahntrassen, die für Wanderer und Radfahrer wieder erschlossen wurden, diese Kulturlandschaft auf vielfältige Weise zu durchqueren. Vorfreude.
Wenn wir zurückkommen, ist Bonn vielleicht wieder in der Römerzeit angekommen: Der Rhein als Grenze zu Germanien, der Verkehr aufrechterhalten mit uralten Fährrechten – und die Einsicht gereift, dass wir unser Land nicht weiter kaputtfahren können. Hoffentlich.